Finanz- und Versicherungs-News

Autoversicherer muss für Crash auf Rennstrecke aufkommen

Immer wieder gibt es vor Gericht Streitigkeiten darüber, ob eine Autoversicherung für einen Schaden aufkommen muss, der vom Versicherten auf einer Rennstrecke verursacht wurde. Das Landgericht Hannover hat aktuell einem Autofahrer recht gegeben, der aufgrund einer Fahrt auf einer Rennstrecke einen Totalschaden mit seinem Fahrzeug erlitt. Im konkreten Fall wurde die Versicherung dazu verurteilt, einen Schaden in Höhe von über 13.000 Euro zu regulieren. Dieser war auf einer Rennstrecke in Oschersleben entstanden, auf der der Autofahrer mit seinem Fahrzeug unterwegs war. Konkret handelte es sich um ein Treffen Freunde asiatischer Fahrzeuge, bei dem der Versicherte bei einer Geschwindigkeit von über 150 sein Auto regelrecht zu Schrott fuhr.

Da der Versicherte eine Vollkaskoversicherung hat, wollte er den Schaden von dieser erstattet bekommen. Das entscheidende Argument des Autofahrers, welches in der Form von seinem Rechtsanwalt vorgetragen wurde, war, dass es sich bei der Veranstaltung eben nicht um ein Autorennen gehandelt habe, sondern der Autofahrer hätte vielmehr an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen. Darüber hinaus spiele auch die grobe Fahrlässigkeit keine Rolle, da der Versicherer in diesem Fall ebenfalls den Schaden regulieren müsse. Da die Versicherung nicht in der Lage war, nachzuweisen, dass es sich doch um ein Autorennen gehandelt habe, gab das Landgericht Hannover dem Autofahrer letztendlich recht.

Welche Versicherung zahlt Schäden durch Silvesterknaller?

Alljährlich stellen sich viele Verbraucher die Frage, ob und falls ja, welche Versicherungen für Schäden aufkommen, die aufgrund von Feuerwerkskörpern an Silvester entstehen. Grundsätzlich muss auf jeden Fall differenziert werden, woran der Schaden entstanden ist und wer der Verursacher ist. Leider kommt es nicht selten an Silvester zu Personenschäden, die auf unsachgemäße Verwendung der Feuerwerkskörper zurückzuführen sind. Wer sich selbst mit  einem Silvesterknaller verletzt und einen dauerhaften Gesundheitsschaden hat, der erhält eine Leistung aus der privaten Unfallversicherung, falls diese vorhanden ist. Wurde man selbst vorsätzlich von einer anderen Person mit dem Knaller verletzt, so haftet der entsprechende Verursacher selbstverständlich persönlich und kann aufgrund des Vorsatzes oder zumindest der groben Fahrlässigkeit auch nicht darauf bauen, dass der Schaden durch die Privathaftpflichtversicherung übernommen wird.

Neben Personenschäden sind glücklicherweise Sachschäden durch Silvesterknaller deutlich häufiger. Wird das Haus beispielsweise von einem Feuerwerkskörper getroffen und gibt es deshalb einen Schaden am Gebäude, so wird dieser in aller Regel von der Wohngebäudeversicherung reguliert. Sollte durch den Knaller beispielsweise ein Brand im Inneren des Hauses entstehen, so wäre die Hausratversicherung diejenige Versicherung, die für den Schaden aufkommen muss. Bei einem Schaden an einem fremden Fahrzeug, welches fahrlässig durch einen Böller oder eine Rakete verursacht wird, ist es in aller Regel die Privathaftpflichtversicherung des jeweiligen Verursachers, die eine Regulierung vornehmen. Nur unter der Voraussetzung, dass der Verursacher nicht zu ermitteln ist, wird der am Fahrzeug entstandene Schaden in der Regel durch die Teilkaskoversicherung des Autobesitzers reguliert.

Wichtige Änderungen in der Sozialversicherung ab 2015

Ab 2015 gibt es einige wichtige Änderungen, die alle Verbraucher beachten sollten, die im Bereich der Sozialversicherung versichert sind. Die Änderungen betreffen sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch Renten- und Pflegeversicherung. Einer Änderung besteht darin, dass der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung in 2015 um 0,9 Prozent auf einheitlich 14,6 Prozent fallen wird. Allerdings haben gesetzliche Krankenkassen die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag bzw. einen höheren Beitragssatz (Beitragszuschlag) zu verlangen. Während der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung fällt, gibt es im Bereich der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Erhöhung um 0,3 Prozent auf dann 2,35 Prozent. Kinderlose zahlen nach wie vor einen etwas höheren Beitrag, der ab dem kommenden Jahr bei 2,6 Prozent liegen wird.

Eine erfreuliche Änderung besteht darin, dass auch der Beitragssatz zur Rentenversicherung fallen wird. Ab 2015 wird dieser auf 18,7 Prozent, also um 0,2 Prozentpunkte, sinken. Weniger erfreulich ist, dass der Garantiezins für Lebens- und Rentenversicherungen auf ein historisches Tief von 1,25 Prozent sinken wird. Dieser Nachteil kann sicherlich kaum vollständig dadurch ausgeglichen werden, dass auf der anderen Seite eine höhere Förderung der Basisrente in Anspruch genommen werden kann. Zudem gibt es auch im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge einen etwas größeren Spielraum. Ebenfalls zu den Änderungen gehört, dass die Beitragsbemessungsgrenzen sowohl in der Kranken- als auch in der Rentenversicherung etwas ansteigen.

Makler, Mehrfachagent oder Versicherungsvertreter?

Der Versicherungsvertreter arbeitet nur für eine Gesellschaft:
Ein Versicherungsvertreter vertreibt Verträge für eine bestimmte Versicherungsgesellschaft. Dafür bekommt er vom Versicherer eine Provision. Der Vertreter muss dem Kunden das Versicherungsprodukt verkaufen, das sein Auftraggeber anbietet. Als Kunde können Sie also nicht zwischen verschiedenen Anbietern wählen, um den günstigsten Vertrag zu finden.

Mehrfachagent im Auftrag verschiedener Versicherer:
Ein Mehrfachagent ist ein Versicherungsvertreter, der nicht exklusiv für einen Anbieter arbeitet, sondern Produkte mehrerer Gesellschaften vertreibt. Im Gegensatz zum Versicherungsmakler vertritt auch der Mehrfachagent zuerst die Interessen der jeweiligen Versicherungsunternehmen.

Der Versicherungsmakler vertritt die Interessen des Kunden:
Der Versicherungsmakler ist nicht an eine bestimmte Versicherungsgesellschaft gebunden. Er vertritt die Interessen des Kunden. Der Versicherungsmakler kennt den Markt genau, berät seinen Kunden bedarfsgerecht und besorgt kostengünstige Versicherungsangebote. Das kostet den Kunden kein Geld, denn der Makler bekommt seine Provision vom jeweiligen Versicherungsunternehmen.


Darauf müssen Sie als Versicherungskunde achten

Wenn Sie Ihren Versicherungsschutz nicht gefährden wollen, müssen Sie einiges beachten. Schon vor Abschluss etwa einer Lebens-, Berufsunfähigkeits- oder privaten Krankenversicherung gilt: Die Fragen im Antragsformular nach Vorerkrankungen und aktuellem Gesundheitszustand sollten Sie unbedingt wahrheitsgemäß beantworten. Wenn man bei den Gesundheitsangaben schummelt, kann der Versicherer im Ernstfall später die Leistung verweigern und aus dem Vertrag aussteigen.

Die Pflicht zur Wahrheit besteht übrigens nicht nur bei Personen-, sondern auch bei Sachversicherungen. Setzt man beispielsweise den Wert eines Wohnhauses zu niedrig an, um Beiträge zu sparen, ersetzt die Gebäudeversicherung im Schadenfall nur einen Teil der Wiederherstellungskosten. Das gilt auch für die Hausratversicherung, sofern der tatsächliche Wert der Wohnungsausstattung höher ist als bei Vertragsabschluss angegeben. Teure Anschaffungen deshalb nachmelden oder gleich eine Pauschalvariante wählen. Egal ob Sach- oder Personenversicherung: Die Frage, ob man vorher bei einem anderen Anbieter versichert war oder noch ist, muss der Kunde immer wahrheitsgemäß beantworten. Andernfalls ist der Versicherer auch hier aus der Leistungspflicht und kann vom Vertrag zurücktreten.

Nach Vertragsschluss das versicherte Risiko möglichst gering halten. Beispiel: Wer beispielsweise vergisst, die brennenden Kerzen auszumachen bevor er die Wohnung verlässt, muss sich vom Hausratversicherer grobe Fahrlässigkeit vorwerfen lassen, wenn daraus ein Wohnungsbrand resultiert. In diesem Fall kann der Hausratversicherer die Schadenregulierung ganz verweigern. Grobe Fahrlässigkeit ist auch in der Kfz-Kaskoversicherung ausgeschlossen. Die muss Schäden am eigenen Fahrzeug nicht ersetzen, wenn man etwa wegen stark überhöhter Geschwindigkeit oder unter Alkoholeinfluss verunglückt. Die Kfz-Haftpflicht muss den Unfallgegner zwar in jedem Fall zunächst entschädigen. Hat der Versicherte den Schaden grob fahrlässig verursacht, kann sie sich aber einen Teil bei ihm zurückholen.

Wenn sich das Schadenrisiko nach Abschluss einer Police erhöht, am besten sofort Mitteilung beim Versicherer machen. Das gilt beispielsweise für die Hausratversicherung, wenn man länger als 60 Tage abwesend ist oder in der Gebäudeversicherung, wenn am Haus ein Baugerüst angebracht wird. Tritt ein Schadenfall ein, muss er dem Versicherer sofort gemeldet werden. Folgeschäden hat man nach Möglichkeit aktiv zu verhindern – Sturmschäden am Dach müssen mit Planen abgedeckt werden, damit kein Regenwasser eindringen kann, ein auslaufender Öltank muss sofort und fachgerecht abgedichtet werden, damit der Schaden nicht noch größer wird. Versicherungsschäden keinesfalls selbst beseitigen, bevor sie von einem Vertreter des Versicherers begutachtet wurden. Und alle Schäden am besten fotografisch dokumentieren. Das ist zwar nicht Pflicht, kann aber später ein wichtiger Nachweis sein.


Bei der BU-Versicherung zählt nur der ausgeübte Beruf

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bietet nur eine Basisabsicherung.

Daher brauchen Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), wenn Sie für Ihren Lebensunterhalt von Ihrer Arbeitskraft abhängig sind. Bezahlbare BU-Versicherungen bekommen Sie nur in Berufen mit vergleichsweise geringem Risiko. Ihr Gesundheitszustand entscheidet darüber, ob Sie eine BU bekommen und zu welchem Preis. Zuverlässige Onlinevergleiche gibt es bisher keine, nur einige wenige Direktversicherer. Beim BU-Antrag können Sie viele Fehler machen, die sich später rächen.
Bei der Auswahl des Versicherers spielt dessen Finanzkraft eine entscheidende Rolle.
Bezahlen Sie lieber einen etwas höheren Preis für einen im Vergleich erstklassigen Tarif.


Bonusprogramme machen gesetzliche Krankenkassen beliebter.
externer Link: Bonus-/Vorteilsprogramme

Mit Bonus- und Vorteilsprogrammen können Versicherte finanzielle Vorteile bei Ihrer Krankenkasse nutzen - so z.B. durch Geldgutschriften und ähnliches für gesundheits- oder kostenbewußtes Verhalten.

Seit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 sind diese Programme eine der ganz wesentlichen Möglichkeiten, wie am Beitrag gespart werden kann



Krankenversicherung muss auch teure Hörgeräte zahlen

externer Link: Hörgerät: Auch teure Geräte müssen Krankenkassen im Bedarfsfall komplett zahlen.

Welche Leistungen eine gesetzliche Krankenkasse erbringen muss, ist im sogenannten Leistungskatalog festgelegt.




Gesetze und Neuregelungen im Überblick
Neue Regelungen - Das ändert sich im neuen Jahr 2015

Zum Jahreswechsel treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. So entfällt die Praxisgebühr beim Arztbesuch, die Beiträge zur Rentenversicherung sinken. Diese Entlastungen sind die bekanntesten Änderungen. Aber es sind bei weitem nicht die einzigen. Hinzu kommen zahlreiche Verbesserungen zum Beispiel bei Gesundheit und Pflege, beim Verbraucherschutz und im Straßenverkehr.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist so hoch wie nie zuvor. Die Realeinkommen sind weiter gestiegen. Die Sozialkassen sind gut gefüllt. Vieles spricht dafür, dass die Wirtschaft auf Wachstumskurs bleibt.

Die Bundesregierung hat mit den Neuregelungen die Grundlagen für wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit auf hohem Niveau gefestigt.

Arbeitsmarkt und die Rente
Gesundheit und Pflege
Steuern und Finanzen
Verbraucherschutz
Energie und Umwelt
Straßenverkehr

Minijobs - Link Das ändert sich ab 2015

In geringfügig entlohnten Beschäftigungen mit einem Stundenlohn von bisher weniger als 8,50 Euro brutto je Zeitstunde kann sich aufgrund des ab dem 1. Januar 2015 geltenden gesetzlichen Mindestlohns eine Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 450 Euro ergeben.

In der Folge tritt in diesen Beschäftigungen automatisch Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ein.

Für diese Beschäftigungen mit Arbeitsentgelten von mehr als 450 bis maximal 850 Euro gelten dann die Bestimmungen zur Versicherungspflicht in der Gleitzone. Zudem entfällt die Möglichkeit, die Lohnsteuer mit 2 % an die Minijob-Zentrale abführen zu können.

Versicherungen und Brandschaden zur Weihnachtszeit

Der Umgang mit offenem Feuer in einer Wohnung ist häufig Ursache eines Schadens, in der Advents- und Weihnachtszeit ist dieser umso häufiger anzutreffen. Egal ob Teelicht, Kerze des Adventskranzes oder gleich der ganze Weihnachtsbaum - selbst bei größter Vorsicht lässt es sich in manchen Fällen nicht verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet und ein Brandfall in den eigenen vier Wänden eintritt.

Grundsätzlich kann sich ein Versicherter im Rahmen seiner Hausratversicherung auf einen Schadenersatz verlassen, für einen Hausbesitzer ist die Feuerversicherung als Teil der Gebäudeversicherung der richtige Schutz, falls neben dem Hausrat auch das Haus selbst durch das Feuer beschädigt werden sollte. Für die Versicherung ist alleine wichtig, dass der Geschädigte seiner Aufsichtspflicht nachkam, brennende Kerzen also nicht über Stunden hinweg unbeaufsichtigt in einem Raum standen.

Rauchmelder in der Wohnung können im Ernstfall Leben retten. Dennoch sind die praktischen Gefahrenwarner noch längst nicht in jeder Wohnung Pflicht. Allerdings schreiben inzwischen immer mehr Bundesländer Rauchmelder vor – sowohl beim Neubau als auch in bestehenden Wohnungen.